Das Ziel steht vor der Rechtsform

Wer aus Deutschland in die Schweiz expandieren will, steht schnell vor der Frage nach der Rechtsform. Die vorgelagerte Frage ist jedoch eine andere: Was möchten Sie in der Schweiz tatsächlich aufbauen? Erst wenn dieses Ziel klar ist, erhält die Wahl der Gesellschaftsstruktur einen Sinn.

Eine Schweizer AG zu gründen, ohne das unternehmerische Ziel zu definieren, führt zu einer Struktur, die am Vorhaben vorbeigeht. AG Ready beginnt deshalb nicht mit der Rechtsform, sondern mit dem Vorhaben.

Drei Vorhaben, drei unterschiedliche Aufgaben

Die Praxis zeigt, dass der Markteintritt in sehr unterschiedlichen Formen stattfindet:

  • Markterschliessung: Ein deutsches Unternehmen möchte Schweizer Kunden gewinnen, ohne zwingend eine eigene Gesellschaft zu gründen.
  • Lokale Gesellschaft: Ein Unternehmer möchte in der Schweiz eine eigene Gesellschaft führen und dort operativ tätig werden.
  • Verlagerung: Eine bestehende Geschäftstätigkeit soll ganz oder teilweise in die Schweiz verlagert werden.

Diese Vorhaben überschneiden sich teilweise, sind aber nicht identisch. Die Markterschliessung kann ohne eigene Schweizer Gesellschaft auskommen, die lokale Gesellschaft erfordert einen operativen Aufbau, und die Verlagerung berührt sowohl die deutsche als auch die Schweizer Seite. Eine Standardlösung gibt es nicht.

Kunden, Angebot und operative Tätigkeit konkret benennen

Wer den Schweizer Markt ernsthaft prüft, sollte drei Punkte konkret beschreiben können:

  • Kunden: Wer soll in der Schweiz angesprochen werden? Endkunden, Geschäftskunden, bestimmte Branchen?
  • Angebot: Was genau wird in der Schweiz angeboten? Dasselbe wie in Deutschland, ein modifiziertes Produkt oder eine neue Dienstleistung?
  • Operative Tätigkeit: Wo findet die Leistungserbringung statt? Vor Ort in der Schweiz, von Deutschland aus oder in einer Mischform?

Diese Beschreibung ist kein Geschäftsplan, sondern eine Klarstellung. Diese drei Fragen helfen Ihnen, Ihr Vorhaben für das Erstgespräch zu konkretisieren.

Ein rein hypothetisches Planungsbeispiel: Ein deutsches Dienstleistungsunternehmen möchte Schweizer Geschäftskunden in einer bestimmten Branche ansprechen. Die Leistung wird weiterhin von Deutschland aus erbracht, der Marktzugang erfolgt über eine Schweizer AG als rechtliche Anlaufstelle. Dieses Beispiel dient ausschliesslich der Veranschaulichung und beschreibt keinen konkreten Einzelfall.

Die Rolle von AG Ready

AG Ready richtet sich auch an ausländische Unternehmer und Unternehmen, die den Schweizer Markt über eine eigene Schweizer AG erschliessen möchten. Das Angebot umfasst die Gesellschaftsstruktur und die organisatorische Begleitung.

AG Ready unterstützt bei der Gründung und Strukturierung der Schweizer AG und bei der organisatorischen Einbettung. Dazu gehören Domizil, Verwaltungsratsmandate und Administration nach Vereinbarung. Im juristischen Bereich erfolgt die Begleitung durch das Fachteam der MeinJurist GmbH unter Dr. Michele Imobersteg.

Welche Leistungen im Einzelnen vereinbart werden, klärt sich im Erstgespräch und der individuellen Offerte.

Fragen für die grenzüberschreitende Prüfung

Vor dem ersten Schritt sollten folgende Fragen individuell geklärt werden:

  • Welches der drei Vorhaben passt zu Ihrem Plan?
  • Welche Voraussetzungen muss die Schweizer AG erfüllen, damit Ihr Vorhaben tragfähig ist?
  • Welche grenzüberschreitenden Pflichten entstehen, wenn die Tätigkeit beide Länder berührt?
  • Welche Pflichten übernehmen Sie, welche übernimmt AG Ready, und welche erfordern eigene Fachberatung?
  • Welche Vertragsbedingungen gelten für die spätere Aktienübernahme?

AG Ready beantwortet diese Fragen nicht pauschal, sondern im Rahmen einer individuellen Prüfung. Aussagen zu Steuervorteilen, Aufenthaltsrechten oder einer Übertragung eines deutschen Unternehmens erfordern eine fallbezogene Klärung. AG Ready bereitet diese Klärung vor und begleitet sie.

Nächster Schritt

Wenn Sie den Schweizer Markt über eine eigene AG prüfen möchten, vereinbaren Sie ein Erstgespräch unter ag-ready.ch.